Bestandteile einer gesunden Ernährung

„Packen Sie den Tiger in den Tank!“

Vergleichbar mit einem Auto, das ohne Benzin nicht fährt, benötigt auch unser Organismus Treibstoff, um leistungsfähig zu bleiben. Der Treibstoff, der uns zur Verfügung steht, ist unsere Nahrung. Sie soll so zusammengesetzt sein, dass der Körper mit allen lebensnotwendigen und gesunderhaltenden Stoffen versorgt wird und keine Mangelerscheinungen auftreten. Theoretisch einleuchtend! Und wie sieht das praktisch aus?

Bestandteile:

Unser Organismus braucht Fett – aber das richtige!
Fettsäuren lassen sich nach ihrer chemischen Zusammensetzung in drei Gruppen einteilen: die gesättigten, die einfach ungesättigten und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Gesättigte und einfach ungesättigte Fettsäuren bildet der Organismus selbst. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Der Körper benötigt sie für die Bildung von Hormonen und den Aufbau der Zellwände.

Protein- das „Erste“ fürs Leben!
Protein ist ein Wort griechischen Ursprungs. Es bedeutet soviel wie “ das Erste, das Wichtigste“. Viele Körpervorgänge funktionieren nur, wenn Proteine vorhanden sind. Nicht nur die Muskulatur und die Organe, auch Nägel, Haare und Haut bestehen vorwiegend aus Eiweiß.

Kohlenhydrate – alles aus Zucker!
Kohlenhydrate unterteilen sich in die Gruppe der Einfachzucker, Zweifachzucker und Mehrfachzucker (Polysaccharide, eine Verknüpfung von Einfachzuckern zu langen Ketten).
Für den menschlichen Körper ist vor allem Glukose bedeutsam. Glukose (Traubenzucker) zählt zu den Einfachzuckern. Der Organismus versucht alle in der Nahrung vorkommenden Zucker in Glukose umzuwandeln. Die Glukose wird „verbrannt“ und liefert dadurch Energie. Sie wird aber auch in der Leber und den Muskeln gespeichert und bei Bedarf (körperliche Anstrengung) frei gesetzt. Ein geringer Anteil Glukose dient zum Aufbau verschiedener körpereigener Stoffe.

Ballaststoffe – kein unnötiger Ballast!
Diese Stoffe verlangsamen die Nahrungspassage im Verdauungstrakt. Die Verzögerung bewirkt eine gründliche Absorption der Nährstoffe im Speisebrei. Im Dickdarm binden sie Wasser, quellen auf und reizen dadurch zur Darmentleerung.

Vitamine – der Werkzeugkasten aus der Natur!
Sie liefern weder Energie noch fungieren sie als Baustoffe. Vitamine kann man sich als Werkzeuge vorstellen. Jedes Werkzeug hat seine spezifische Aufgabe und hilft, bestimmte Vorgänge im Körper durchzuführen.

Mineralstoffe – Bergwerk im Körper!
Mineralstoffe dienen dem Körper vor allen Dingen als Bausubstanz und werden an den unterschiedlichsten Orten im Körper benötigt.

Problembewusstsein tut not

Das Vorkommen dieser wichtigen Nahrungsbestandteile ist in der Natur meistens gut verteilt. Viele Bestandteile kommen in nennenswerter Menge jedoch hauptsächlich in Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs vor. So zum Beispiel die Proteine, verschiedene Mineralstoffe, Spurenelemente oder bei den Vitaminen vor allem die B- Vitamine. Menschen, die gewisse Lebensmittel nicht vertragen oder solche, die sich bewusst und freiwillig für einen eingeschränkten Ernährungsstil wie die vegane Lebensweise entscheiden, müssen sich des Risikos einer Unterversorgung bewusst sein.
VERNATURA hat sich auf Produkte zur Nahrungsergänzung für vegan Lebende und gesundheitsbewusste Menschen spezialisiert. Mit einer vernünftigen Nahrungsergänzung kann der Unterversorgung mit essentiellen Nährstoffen vorgebeugt werden.

Welche Nahrungsergänzungsmittel sind für Veganer sinnvoll?

Vitamin B bezeichnet eine Gruppe aus acht Vitaminen, die nummeriert sind, aber chemisch und pharmakologisch ganz unterschiedliche Substanzen darstellen. Die B-Vitamine kommen in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor, wobei die tierischen Quellen meistens ergiebiger sind. Eine Ausnahme bildet das Vitamin B12, welches ausschließlich aus tierischer Nahrung bezogen wird. Gleichzeitig ist Vitamin B12 immens wichtig und eine Unterversorgung kann schwerwiegende gesundheitliche Probleme hervorrufen. Bei Kindern besteht sogar das Risiko von irreversiblen Schädigungen. Veganer müssen, um die Gefahr eines B12-Mangels abzuwehren, ein B12-Supplement einnehmen.

Bei den Mineralstoffen und Spurenelementen sind es vor allen Dingen Kalzium, Zink, Eisen und Jod, welche einem Veganer das Leben schwer machen können. Kalzium, als wichtiger Stoff für den Skelettaufbau und das Wachstum, kommt besonders in Milch vor. Zink ist für das Immunsystem von großer Bedeutung. Fleisch ist besonders zinkhaltig und kann zusätzlich mit hohen Eisenwerten aufwarten. Das Spurenelement Eisen ist für den menschlichen Organismus aus tierischer Nahrung einfacher verwertbar als aus Pflanzennahrung. Besonders Frauen neigen aufgrund der Monatsblutungen zu Eisenmangel, eine vegane Lebensweise verschärft unter Umständen dieses Problem. Deutschland, insbesondere der Süden, ist ein Jodmangelgebiet. Gute Jodlieferanten sind Seefische. Pflanzliche Nahrung kommt an den Jodgehalt von Fisch nicht heran. Da Jod für eine einwandfrei Schilddrüsenfunktion notwendig ist, sollten Veganer über eine Jodsupplementierung nachdenken.
Der Vitamin- und Mineralstoffstatus kann von einem Arzt geklärt werden. Eine Blutentnahme, die im Labor analysiert wird, gibt Aufschluss über die Versorgung mit den genannten Stoffen.

Wie sieht es nun mit den Fetten und Proteinen aus?

Eine gute Quelle für mehrfach ungesättigte Fettsäuren, ganz besonders die wichtigen Omega-3-Säuren und Proteine sind die kleinen Chiasamen aus Mexiko. Chia ist eine Pflanze der Gattung Salbei. Schon in vorspanischer Zeit war Chia ein wichtiges Agrarprodukt, das als Grundnahrungsmittel, als Medikament und zur Herstellung von Öl genutzt wurde. Chiasamen sind auch sehr gute Ballaststofflieferanten. Spirulina (Mikroalgen) als Trockenpräparat besteht zu circa 60 % aus Proteinen mit allen essentiellen Aminosäuren. Außerdem hat Spirulina einen hohen Gehalt an Calcium, Eisen und Magnesium.
Nahrungsergänzungsmittel helfen, dass aus dem Tiger im Tank kein schüchternes Stubentigerchen wird, wenn wichtige Nährstoffe über vegane Nahrung nicht ausreichend zur Verfügung stehen.