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naturalelements · Spurenelemente

Chrom Tabletten 200 µg

200 µg Chrom für fünf Cent am Tag — das Fünffache der Referenzmenge eines Spurenelements, dessen Notwendigkeit die EFSA anzweifelt.

vegan laborgeprüft ohne Zusatzstoffe Deutschland
Anzeige Bezugsquelle: naturalelements · 19,99 € Zum Produkt

Bewertung im Einzelnen

Dosierung Liegt die Tagesdosis im sinnvollen Bereich?
Verbindung Ist die gewählte Verbindungsform gut verwertbar?
Reinheit Wie viele überflüssige Zusatzstoffe stecken drin?
Transparenz Werden Gehalte, Herkunft und Analysen offengelegt?
Preis Wie steht der Preis je Tagesdosis im Vergleich?

Je Tagesdosis (1 Tablette)

Chrom
200 µg (500 % NRV)
Darreichung
tabletten
Packung
365 Tabletten
Zusatzstoffe
keine

Dafür spricht

  • Jahresvorrat für 20 Euro, gut fünf Cent am Tag
  • Eine Tablette täglich
  • Für Chrom existiert eine zugelassene Angabe zum Blutzuckerspiegel

Dagegen spricht

  • 200 µg entsprechen dem Fünffachen der Referenzmenge
  • Die EFSA konnte 2014 keinen Bedarf für gesunde Menschen ableiten — ein Chrommangel ist beim Menschen praktisch nicht beschrieben
  • Welche Chromverbindung eingesetzt wird, steht nicht auf der Produktseite
  • Zutatenliste und Füllstoffe werden nicht ausgewiesen

Chrom ist ein Sonderfall unter den Spurenelementen, und die Geschichte dazu lohnt sich. Lange galt es als essenziell — als Bestandteil eines „Glukosetoleranzfaktors”, der die Insulinwirkung unterstützen sollte. Auf dieser Annahme beruhen die Referenzmenge von 40 µg und die zugelassene Angabe, Chrom trage zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels bei.

2014 kam die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit nach einer Neubewertung zu einem anderen Schluss: Es lasse sich kein Bedarf für gesunde Menschen ableiten. Ein Chrommangel mit Krankheitswert ist beim Menschen praktisch nicht beschrieben; die früher angenommene Rolle des Glukosetoleranzfaktors gilt als überholt. Die zugelassene Angabe blieb bestehen, weil Zulassungen nicht automatisch mit neuen Bewertungen erlöschen.

Vor diesem Hintergrund sind 200 µg täglich — das Fünffache der Referenzmenge — schwer zu begründen. Gefährlich ist die Menge nicht; dreiwertiges Chrom aus Nahrungsergänzungsmitteln gilt als gut verträglich, und die obere sichere Zufuhr wird nicht erreicht. Nützlich ist sie aber nach heutigem Kenntnisstand ebenso wenig.

Dazu kommt eine schwache Deklaration: Welche Chromverbindung verwendet wird, steht nicht auf der Seite. Zwischen Chrompicolinat, Chlorid und Hefechrom gibt es Unterschiede in der Aufnahme, und zu Picolinat gab es in der Vergangenheit Sicherheitsdiskussionen.

Fünf Cent am Tag sind wenig Geld. Die ehrlichere Frage ist, ob man es überhaupt ausgeben sollte.

Bezugsquellen

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