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Pure Encapsulations · Mineralstoffe

Kalium Kapseln (Citrat)

600 mg Kalium aus Citrat — fachlich vernünftig dosiert knapp unter der BfR-Grenze, aber bei Nierenschwäche oder bestimmten Blutdruckmitteln riskant.

vegan ohne Zusatzstoffe
Anzeige Bezugsquelle: PureNature · 31,39 € Zum Produkt

Bewertung im Einzelnen

Dosierung Liegt die Tagesdosis im sinnvollen Bereich?
Verbindung Ist die gewählte Verbindungsform gut verwertbar?
Reinheit Wie viele überflüssige Zusatzstoffe stecken drin?
Transparenz Werden Gehalte, Herkunft und Analysen offengelegt?
Preis Wie steht der Preis je Tagesdosis im Vergleich?

Je Tagesdosis (3 × 1 Kapsel zu oder zwischen den Mahlzeiten)

Kalium (Citrat)
600 mg (30 % NRV) je 3 Kapseln
Darreichung
kapseln
Packung
90 Kapseln (60 g)
Form
Kaliumcitrat
Zusatzstoffe
keine

Dafür spricht

  • 600 mg liegen im Rahmen der BfR-Höchstmengenempfehlung für NEM — anders als manches 800-mg-Konkurrenzprodukt
  • Citrat ist für die Kaliumergänzung die übliche, gut verträgliche Form
  • Aufteilung auf drei Einzeldosen schont die Magenschleimhaut

Dagegen spricht

  • Bei eingeschränkter Nierenfunktion oder unter ACE-Hemmern, Sartanen und kaliumsparenden Diuretika kann zusätzliches Kalium gefährliche Hyperkaliämien auslösen — die wichtigste Warnung fehlt auf der Produktseite
  • 1,05 € je Tag für 600 mg — zwei Bananen und eine Kartoffel liefern mehr für weniger
  • Kalium aus Lebensmitteln ist praktisch immer der bessere Weg

Bei Kalium entscheidet sich die Seriosität eines Präparats an einer Zahl, und diese hier stimmt: 600 mg je Tagesdosis bleiben unter der Höchstmenge, die das BfR für Nahrungsergänzungsmittel empfiehlt — im Gegensatz zu manchem Wettbewerbsprodukt, das mit 800 mg darüber liegt. Auch die Aufteilung auf drei Kapseln ist richtig gedacht: Kaliumsalze in konzentrierter Einzeldosis reizen die Magen- und Darmschleimhaut, kleine Portionen umgehen das.

Die entscheidende Sicherheitsfrage steht allerdings nicht auf dem Etikett. Kalium wird über die Nieren ausgeschieden, und wer eingeschränkte Nierenfunktion hat oder Medikamente nimmt, die die Kaliumausscheidung bremsen — ACE-Hemmer, Sartane, kaliumsparende Diuretika, allesamt Standardtherapien bei Bluthochdruck und Herzschwäche —, kann mit zusätzlichem Kalium eine Hyperkaliämie aufbauen. Die verläuft symptomarm bis zur Herzrhythmusstörung. Genau die Zielgruppe, die sich von Kalium etwas für den Blutdruck erhofft, ist überdurchschnittlich oft von dieser Wechselwirkung betroffen — ohne ärztliche Rücksprache ist das Präparat für sie tabu.

Für alle anderen bleibt die Wirtschaftlichkeitsrechnung, und die fällt deutlich aus: Über einen Euro täglich für 600 mg Kalium, während zwei Bananen, eine Portion Kartoffeln oder eine Handvoll getrockneter Aprikosen dieselbe Menge nebst Ballaststoffen liefern. Kalium ist der Paradefall eines Nährstoffs, den die Ernährung schlicht besser kann — der zugelassene Blutdruck-Claim gilt für das Kalium im Essen genauso.

Bezugsquellen

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