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Pure Encapsulations · Pflanzenstoffe

Rhodiola Rosea Kapseln

100 mg Rosenwurz-Extrakt — halbe bis viertel Studiendosis, ohne Angabe der Rosavin-Standardisierung, die bei Rhodiola über die Qualität entscheidet.

vegan ohne Zusatzstoffe
Anzeige Bezugsquelle: PureNature · 36,95 € Zum Produkt

Bewertung im Einzelnen

Dosierung Liegt die Tagesdosis im sinnvollen Bereich?
Verbindung Ist die gewählte Verbindungsform gut verwertbar?
Reinheit Wie viele überflüssige Zusatzstoffe stecken drin?
Transparenz Werden Gehalte, Herkunft und Analysen offengelegt?
Preis Wie steht der Preis je Tagesdosis im Vergleich?

Je Tagesdosis (1 Kapsel zwischen den Mahlzeiten)

Rosenwurz-Extrakt (Rhodiola rosea)
100 mg je Kapsel
Darreichung
kapseln
Packung
90 Kapseln (23 g)
Form
Rhodiola-rosea-Wurzelextrakt
Zusatzstoffe
keine

Dafür spricht

  • Rosenwurz gehört zu den besser untersuchten Adaptogenen — bei stressbedingter Erschöpfung zeigen mehrere Studien moderate Effekte
  • Drei Monate Vorrat, für die Marke fairer Tagespreis

Dagegen spricht

  • Die Erschöpfungs-Studien (u. a. mit dem Extrakt SHR-5) nutzten 200–600 mg täglich — 100 mg liegen darunter
  • Die Standardisierung auf Rosavine und Salidrosid (üblich 3 %/1 %) wird nicht ausgewiesen — bei Rhodiola die zentrale Echtheits- und Qualitätsangabe, zumal der Markt von Verfälschungen mit anderen Rhodiola-Arten geplagt ist
  • EFSA-Status „ausstehend“ — zugelassene Aussagen gibt es nicht
  • Wildsammlung setzt die Bestände unter Druck; zur Herkunft schweigt die Seite

Rosenwurz hat unter den Adaptogenen die vergleichsweise beste Aktenlage: Bei stressbedingter Erschöpfung und Burnout-Symptomatik zeigen mehrere randomisierte Studien — die bekannteren mit dem schwedischen Extrakt SHR-5 — moderate Verbesserungen von Erschöpfung und Konzentrationsleistung. Die dort verwendeten Tagesdosen lagen zwischen 200 und 600 mg Extrakt. Die einzelne 100-mg-Kapsel dieses Produkts bleibt darunter; wer sich an der Studienlage orientiert, nimmt zwei bis vier und halbiert damit die rechnerischen drei Monate Vorrat.

Wichtiger als die Menge ist bei Rhodiola die Echtheitsfrage, und hier schweigt die Produktseite an der entscheidenden Stelle. Der Markt für Rosenwurz ist notorisch von Verfälschungen betroffen — andere Rhodiola-Arten ohne die charakteristischen Rosavine werden als Rhodiola rosea verkauft, weil die Wildbestände der echten Art unter dem Nachfragedruck schwinden. Seriöse Anbieter weisen deshalb die Standardisierung aus, üblich sind 3 % Rosavine und 1 % Salidrosid. Ein Extrakt ohne diese Angabe kann alles sein.

Der EFSA-Status ist wie bei fast allen Pflanzenstoffen „ausstehend” — beworbene Anti-Stress-Aussagen sind rechtlich geduldete Altansprüche, keine geprüften Claims. Als Einstieg in ein besser belegtes Adaptogen zu einem für die Marke moderaten Preis ist das Produkt vertretbar; ein auf Rosavine standardisiertes Präparat mit deklarierter Herkunft wäre die fachlich sauberere Wahl.

Bezugsquellen

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