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Pure Encapsulations · Vitamine

Vitamin A Kapseln 800 µg

Exakt 100 % NRV als Retinylacetat — eine lobenswert maßvolle Dosierung für ein Vitamin, bei dem das Zuviel gefährlicher ist als das Zuwenig.

vegan ohne Zusatzstoffe
Anzeige Bezugsquelle: PureNature · 21,59 € Zum Produkt

Bewertung im Einzelnen

Dosierung Liegt die Tagesdosis im sinnvollen Bereich?
Verbindung Ist die gewählte Verbindungsform gut verwertbar?
Reinheit Wie viele überflüssige Zusatzstoffe stecken drin?
Transparenz Werden Gehalte, Herkunft und Analysen offengelegt?
Preis Wie steht der Preis je Tagesdosis im Vergleich?

Je Tagesdosis (1 Kapsel zu einer Mahlzeit)

Vitamin A (Retinylacetat)
800 µg RE (100 % NRV) je Kapsel
Darreichung
kapseln
Packung
60 Kapseln (11 g)
Form
Retinylacetat, vegane Kapsel
Zusatzstoffe
keine

Dafür spricht

  • Exakt 100 % NRV — bei einem speicherbaren Vitamin mit realer Überdosierungsgefahr die richtige Zurückhaltung
  • Retinol-Form statt Beta-Carotin: relevant für die Minderheit mit genetisch schwacher Carotin-Umwandlung
  • Vegane Kapsel — Vitamin-A-Präparate sind sonst oft aus Fischleberöl

Dagegen spricht

  • In der Schwangerschaft ist zusätzliches Retinol tabu — es ist in höheren Dosen fruchtschädigend; wer Leber isst oder Multis nimmt, summiert schnell
  • Bei normaler Mischkost ist ein Vitamin-A-Mangel hierzulande selten
  • 36 Cent je Tag sind für Retinylacetat sportlich

Vitamin A ist eines der wenigen Vitamine, bei denen die Überdosierung das realere Risiko ist als der Mangel: Retinol ist speicherbar, chronisch hohe Zufuhr schädigt Leber und Knochen, und in der Schwangerschaft wirken hohe Dosen fruchtschädigend. Vor diesem Hintergrund ist die auffälligste Eigenschaft dieses Produkts seine Bescheidenheit — exakt 800 µg, exakt 100 Prozent der Referenzmenge, keine Silbe Hochdosis-Marketing. Das ist bei diesem Vitamin nicht selbstverständlich und verdient die gute Dosierungsnote.

Interessant ist die Formentscheidung: fertiges Retinol (als Retinylacetat) statt der Vorstufe Beta-Carotin. Für die meisten Menschen ist das gleichgültig, denn der Körper stellt Retinol nach Bedarf aus Carotin her. Es gibt aber verbreitete Genvarianten (BCO1), die diese Umwandlung deutlich drosseln — Betroffene können trotz karottenreicher Ernährung knapp versorgt sein, und für sie ist die Retinol-Form die zuverlässigere. Dass die Kapsel dabei vegan ist, ist eine kleine Rarität; klassische Vitamin-A-Präparate stammen oft aus Fischleberöl.

Die Einschränkungen sind die des Vitamins, nicht des Produkts: Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch sollten Retinol-Präparate nur nach ärztlicher Rücksprache nehmen, und wer regelmäßig Leber isst oder ein Multivitamin nimmt, addiert unbemerkt weitere Retinol-Quellen. Für den seltenen begründeten Bedarf ist dies eine sauber gemachte, vernünftig dosierte Option — für alle anderen schlicht entbehrlich.

Bezugsquellen

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