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Pure Encapsulations · Weitere Stoffe

Basenpulver plus

Citrat-Basenpulver mit ordentlicher Mineralstoff-Fracht — als Mineralstoffquelle brauchbar, als „Entsäuerung“ ein Konzept ohne wissenschaftliche Grundlage.

vegan ohne Zusatzstoffe
Anzeige Bezugsquelle: PureNature · 23,19 € Zum Produkt

Bewertung im Einzelnen

Dosierung Liegt die Tagesdosis im sinnvollen Bereich?
Verbindung Ist die gewählte Verbindungsform gut verwertbar?
Reinheit Wie viele überflüssige Zusatzstoffe stecken drin?
Transparenz Werden Gehalte, Herkunft und Analysen offengelegt?
Preis Wie steht der Preis je Tagesdosis im Vergleich?

Je Tagesdosis (bis zu 3 × 1 Messlöffel (3 g) in 250 ml Wasser, mit Abstand zu den Mahlzeiten)

Calcium (Carbonat)
900 mg (113 % NRV) je 3 Messlöffel
Natrium (Hydrogencarbonat)
1245 mg
Kalium
420 mg (21 % NRV)
Magnesium
150 mg (40 % NRV)
Zink
10 mg (100 % NRV)
Darreichung
pulver
Packung
200 g Dose
Form
Citrate/Carbonate-Mischung, laktosefrei
Zusatzstoffe
keine

Dafür spricht

  • Vollständige Mengendeklaration aller fünf Mineralstoffe
  • Der Abstand zu den Mahlzeiten wird korrekt empfohlen — Basenpulver zur Mahlzeit neutralisiert die Magensäure, die die Verdauung braucht
  • Wer es als schlichte Mineralstoffquelle liest, bekommt eine ordentliche Kalium-Magnesium-Zink-Portion

Dagegen spricht

  • Das Konzept der „Übersäuerung“, das Basenpulver verkauft, hat keine wissenschaftliche Grundlage — der Körper reguliert seinen Blut-pH selbst präzise (siehe Wirkstoff-Eintrag)
  • 1245 mg Natrium je Tagesdosis sind mehr als ein halber Teelöffel Salz — ausgerechnet für Blutdruckbewusste kontraproduktiv
  • 900 mg Calcium als Carbonat obendrauf können mit der Ernährung zusammen über die sinnvolle Gesamtzufuhr führen
  • 1,05 € je Tag bei voller Dosierung, Dose nach 22 Tagen leer

Basenpulver verkauft eine Diagnose, die es nicht gibt. Die „chronische Übersäuerung”, gegen die das Pulver antreten soll, existiert in der Physiologie nicht — der Blut-pH wird von Lunge und Nieren in einem der präzisesten Regelkreise des Körpers konstant gehalten, und eine echte Azidose ist ein Intensivmedizin-Notfall, kein Wellnessthema. Unser Basenpulver-Wirkstoff-Eintrag führt das aus; die Urin-pH-Teststreifen, mit denen der Markt „Säurelast” demonstriert, messen die normale Arbeit der Niere, kein Krankheitszeichen.

Liest man die Dose stattdessen als das, was sie chemisch ist — eine Mineralstoffmischung in Citrat- und Carbonatform —, wird das Bild freundlicher: 420 mg Kalium, 150 mg Magnesium und volle 10 mg Zink je Tagesdosis sind eine ordentliche Fracht, vollständig deklariert, und Citrate sind gut resorbierbare Formen. Für Menschen, die tatsächlich knapp an Kalium und Magnesium sind — was bei gemüsearmer Ernährung vorkommt —, liefert das Pulver Substanz, wenn auch zum stolzen Kurs von gut einem Euro täglich.

Zwei Zahlen verdienen den kritischen Blick: 1245 mg Natrium je volle Tagesdosis entsprechen mehr als einem halben Teelöffel Salz — ausgerechnet die blutdruckbewusste Zielgruppe des Basen-Marketings löffelt sich hier ihre Natriumzufuhr hoch. Und 900 mg Calcium obendrauf können zusammen mit Milchprodukten die sinnvolle Gesamtzufuhr übersteigen; die Diskussion um hochdosierte Calcium-Supplemente steht im Calcium-Eintrag. Wer Sodbrennen lindern will, greift zum zugelassenen Antazidum; wer Mineralstoffe sucht, findet gezieltere und günstigere Wege als den Umweg über eine erfundene Krankheit.

Bezugsquellen

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