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Pure Encapsulations · Vitamine

Vitamin K und D Kapseln

Die D3+K-Kombination mit ungewöhnlich hohen 773 µg Vitamin K aus K1 und K2 — wirksam kombiniert, aber für Marcumar-Patienten absolut tabu.

ohne Zusatzstoffe
Anzeige Bezugsquelle: PureNature · 35,49 € Zum Produkt

Bewertung im Einzelnen

Dosierung Liegt die Tagesdosis im sinnvollen Bereich?
Verbindung Ist die gewählte Verbindungsform gut verwertbar?
Reinheit Wie viele überflüssige Zusatzstoffe stecken drin?
Transparenz Werden Gehalte, Herkunft und Analysen offengelegt?
Preis Wie steht der Preis je Tagesdosis im Vergleich?

Je Tagesdosis (1 Kapsel alle 2 Tage zu einer Mahlzeit)

Vitamin D3 (Cholecalciferol)
12,5 µg / 500 I.E. (250 % NRV) je Kapsel
Vitamin K gesamt (K1 + K2/Menachinon)
773 µg (1031 % NRV) je Kapsel
Darreichung
kapseln
Packung
60 Kapseln (18 g)
Form
Cholecalciferol + Vitamin K1 und K2 (Menachinon)
Zusatzstoffe
keine

Dafür spricht

  • K1 und K2 kombiniert — beide Formen mit eigenem Aufgabenprofil (Gerinnung bzw. Knochen-/Gefäßproteine)
  • Die 2-Tages-Dosierung hält das speicherbare D3 auf vernünftigem Erhaltungsniveau
  • Vier Monate Vorrat je Dose, rechnerisch 30 Cent je Einnahmetag

Dagegen spricht

  • 773 µg Vitamin K sind das Zehnfache der Referenzmenge — mehr, als die gängigen K2-Studien einsetzen
  • Absolute Gegenanzeige bei Cumarin-Blutverdünnern (Marcumar/Warfarin) — diese K-Menge hebelt die Medikation aus
  • Die Aufteilung zwischen K1 und K2 (und die K2-Form MK-4 oder MK-7) ist nicht einzeln beziffert

Die Logik der D3+K-Kombination ist plausibel: Vitamin D steigert die Calciumaufnahme, die Vitamin-K-abhängigen Proteine dirigieren das Calcium in Knochen statt Gefäßwand. Ob diese Arbeitsteilung eine gemeinsame Einnahme erfordert, ist wissenschaftlich weniger gesichert, als der Markt suggeriert — aber schaden kann die Kombination Gesunden nicht, und dieses Produkt setzt sie mit beiden K-Formen um, K1 und K2.

Auffällig ist die Menge: 773 µg Vitamin K je Kapsel sind das Zehnfache der Referenzmenge und mehr, als die bekannten K2-Knochenstudien (meist 180 µg MK-7) verwendet haben. Für Gesunde ist Vitamin K auch in dieser Höhe nicht toxisch. Für eine Personengruppe ist die Kapsel dagegen schlicht gefährlich: Wer Cumarin-Blutverdünner wie Marcumar oder Warfarin nimmt, dessen Medikation funktioniert über die gezielte Blockade des Vitamin-K-Kreislaufs — diese K-Dosis verschiebt den INR-Wert massiv. Der Natto-Eintrag unserer Datenbank erklärt denselben Mechanismus; hier gilt er in Kapselform.

Was der Deklaration fehlt, ist die Aufschlüsselung: Wie viel von den 773 µg ist K1, wie viel K2, und liegt das K2 als kurzlebiges MK-4 oder langlebiges MK-7 vor? Für die Frage, was im Körper ankommt, ist das relevant, und ein Hersteller dieser Preisklasse dürfte es ausweisen. Die D3-Seite ist dagegen mit 500 I.E. im Tagesmittel angenehm konservativ dosiert — hier gilt dasselbe wie beim Einzelpräparat: ohne Blutwert keine Hochdosis.

Bezugsquellen

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