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Purazell · Pflanzenstoffe

Wechselbalance

76 mg Isoflavone, Traubensilberkerze und Mönchspfeffer in einer Kapsel — drei hormonell wirksame Pflanzen ohne ärztliche Begleitung und ohne Leberhinweis.

vegan laborgeprüft ohne Zusatzstoffe
Anzeige Bezugsquelle: Purazell · 23,90 € Zum Produkt

Bewertung im Einzelnen

Dosierung Liegt die Tagesdosis im sinnvollen Bereich?
Verbindung Ist die gewählte Verbindungsform gut verwertbar?
Reinheit Wie viele überflüssige Zusatzstoffe stecken drin?
Transparenz Werden Gehalte, Herkunft und Analysen offengelegt?
Preis Wie steht der Preis je Tagesdosis im Vergleich?

Je Tagesdosis (2 Kapseln)

Shatavari-Extrakt (6:1)
400 mg (80 mg Saponine)
Soja-Isoflavon-Extrakt
150 mg (60 mg Isoflavone, 30 mg Genistein)
Rotklee-Extrakt
80 mg (16 mg Isoflavone)
Magnolienrinden-Extrakt
50 mg (1 mg Honokiol)
Traubensilberkerzen-Extrakt (10:1)
40 mg (1 mg Triterpenglykoside)
Mönchspfeffer-Extrakt (10:1)
30 mg
Safran-Extrakt
30 mg
Hopfen-Extrakt (10:1)
25 mg
Vitamin B6 (P-5-P)
2 mg
Darreichung
kapseln
Packung
60 Kapseln
Form
Extrakte in HPMC-Kapseln
Zusatzstoffe
keine

Dafür spricht

  • Alle Extrakte mit Leitsubstanzen beziffert
  • Zugelassene Aussage zur Hormontätigkeit korrekt am Vitamin B6

Dagegen spricht

  • Isoflavone: Das BfR rät von isolierten Präparaten über mehrere Monate ab, besonders nach Brustkrebs
  • Der für Traubensilberkerze vorgeschriebene Leberhinweis bei Arzneimitteln fehlt hier
  • Mönchspfeffer ist für Zyklusbeschwerden gedacht, nicht für die Wechseljahre
  • Hopfen-Extrakt auf Rutin standardisiert — ein für Hopfen untypischer Leitstoff

Gegen Wechseljahresbeschwerden kombiniert Purazell nahezu alles, was pflanzlich mit Hormonen in Verbindung gebracht wird: Soja- und Rotklee-Isoflavone (zusammen 76 mg), Traubensilberkerze, Mönchspfeffer, Shatavari, Hopfen, Safran und Magnolienrinde. Das Etikett ist ausführlich und nennt die Leitsubstanzen. Die zugelassene Aussage zur Regulierung der Hormontätigkeit gehört dem Vitamin B6.

Isoflavone sind Pflanzenöstrogene. Die EFSA fand bei Frauen nach den Wechseljahren in Dosen bis 150 mg keine Hinweise auf Schäden an Brust oder Gebärmutter, das BfR rät dennoch von isolierten Präparaten über mehrere Monate ab — insbesondere nach Brustkrebs oder bei Einnahme von Antiöstrogenen. Traubensilberkerze ist als Arzneimittel bei Wechseljahresbeschwerden zugelassen, trägt dort aber wegen seltener Leberschäden einen verpflichtenden Warnhinweis. Hier fehlt er. Mönchspfeffer ist ein Mittel für Zyklusbeschwerden und passt nicht in die Menopause.

Merkwürdig ist der Hopfen-Extrakt, dessen Standardisierung auf 25 µg Rutin angegeben ist; Hopfen wird üblicherweise auf Bitterstoffe oder Prenylflavonoide eingestellt. Die Mengen von Traubensilberkerze und Shatavari sind zudem vergleichsweise niedrig.

Wer unter Hitzewallungen und Schlafstörungen leidet, sollte die Optionen mit der Frauenarztpraxis besprechen. Ein geprüftes Traubensilberkerzen-Arzneimittel mit Leberhinweis ist die übersichtlichere Wahl als diese Mischung für 80 Cent am Tag.

Bezugsquellen

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