Quercetin ist ein Flavonol, das nach der EFSA vor allem in Zwiebeln vorkommt, in geringerem
Maß auch in Bohnen, Äpfeln, Aprikosen, Kirschen, Trauben, Wein, Säften sowie schwarzem und
grünem Tee. Zur Aufnahme der einzelnen Formen (Aglykon, Glucoside, Rutin, Phytosom) liegt hier
kein geprüfter Beleg vor.
Quercetin Wirkung — was untersucht ist
Die EFSA bewertete 2011 vier Anträge. Zum Schutz von DNA, Proteinen und Lipiden vor
oxidativem Schaden (ID 1647) stellte sie fest, dass ein Ursache-Wirkungs-Zusammenhang nicht
belegt ist – eine negative Bewertung. Die Anträge zu Herz-Kreislauf-System, geistigem Zustand
und Leistung sowie Leber und Nieren (ID 1844, 1845, 1846) nannte sie „general and non-specific“,
also zu allgemein und unspezifisch; eine Sachprüfung fand dazu nicht statt.
Eine Meta-Analyse randomisierter Studien (7 Studien mit 587 Patienten) fand eine Senkung des
systolischen Blutdrucks um 3,04 mm Hg und des diastolischen um 2,63 mm Hg. Bei Mengen ab 500 mg
am Tag waren es 4,45 und 2,98 mm Hg. Nur eine der Studien schloss Menschen mit Prähypertonie
und Bluthochdruck im Stadium 1 ein.
Quercetin Nebenwirkungen — Wechselwirkungen und Nieren
Für die Langzeitgabe (über 12 Wochen) hoher Mengen ab 1000 mg fehlen ausreichende Daten.
Quercetin kann die Verfügbarkeit bestimmter Arzneimittel verändern. Aus Tierstudien stammt
der Hinweis, dass es nephrotoxische Effekte in vorgeschädigten Nieren verstärken könnte. Die
EFSA-Stellungnahme ist ausdrücklich keine positive Bewertung der Sicherheit.
Quercetin einnehmen — praktisch gedacht
Zu Zeitpunkt und Mahlzeit liegt hier kein geprüfter Beleg vor. Für Kapseln gilt die
Packungsangabe.