Glycin Wirkung — Schlaf: kleine Studien, keine zugelassene Angabe
Für Glycin gibt es keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe, und die Studienlage zur
Schlafqualität ist dünn (Evidenzstufe 3). Werbung mit Schlaf, Erholung, Gelenken oder Haut ist
nicht gedeckt.
Die übliche Dosis für die Schlafanwendung sind 3 g vor dem Zubettgehen. Als Grundlage dient die
Studie „The effects of glycine on subjective daytime performance in partially sleep-restricted
healthy volunteers“ (Frontiers in Neurology 2012): Gesunde Probanden schliefen drei Nächte
verkürzt und erhielten 3 g Glycin oder Placebo vor dem Schlafen; unter Glycin fühlten sie sich
am Tag weniger müde. Über Menschen mit Schlafstörungen sagt die Studie nichts.
Glycin im Körper
Der Körper bildet Glycin selbst, unter anderem aus Serin, Threonin, Cholin und Hydroxyprolin. Eine
Übersichtsarbeit in Amino Acids (2013) stuft es dennoch als bedingt essenziell ein, weil die
Eigenbildung bei üblicher Kost, bei Krankheit und bei Wundheilung nicht immer ausreicht. Glycin
ist dort als Baustein für Glutathion, Häm, Kreatin und Nukleinsäuren beschrieben.
Glycin und Kollagen
Kollagenhydrolysat liefert Glycin; wie groß der Anteil ist, belegen die hier genannten Quellen
nicht. Ob Kollagen über die Glycinzufuhr hinaus wirkt, ist beim Kollagen-Eintrag beschrieben.
Glycin Nebenwirkungen — was die Quellen hergeben
In einer Studie zum metabolischen Syndrom (Canadian Journal of Physiology and Pharmacology 2013)
erhielten 60 Personen 15 g Glycin am Tag oder Placebo über drei Monate. Eine Höchstmenge ist in
den genannten Quellen nicht festgelegt. Zu Wechselwirkungen mit Arzneimitteln machen die
genannten Quellen keine Angaben.