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VIII · Weitere Stoffe

Acesulfam-K

auch: Acesulfam Kalium · E 950 · Ace-K · Sunett

Der Süßstoff, der fast nie allein auftritt — und den der Körper unverändert wieder ausscheidet.

Studienlage

Gut untersucht, überwiegend übereinstimmende Ergebnisse

Unsere Empfehlung

Drei Präparate mit Acesulfam-K, drei Maßstäbe

Wie wir bewerten
  1. I Wirkstoffsieger

    Platz frei

    Die beste Bewertung, unabhängig vom Preis. Sobald genug Präparate aufgenommen sind, steht hier eines.

  2. II Preis-Leistungs-Sieger

    Platz frei

    Das beste Verhältnis aus Bewertung und Tagespreis. Sobald genug Präparate aufgenommen sind, steht hier eines.

  3. III Preissieger

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Zugelassene Angabe

Was über Acesulfam-K gesagt werden darf

Für diesen Stoff stehen gesundheitsbezogene Angaben in der Unionsliste (VO (EU) 432/2012). Sie dürfen im angegebenen Wortlaut verwendet werden.

  1. 01

    „Der Verzehr von Lebensmitteln, die anstelle von Zucker Süßungsmittel enthalten, trägt zur Erhaltung der Zahnmineralisierung bei“

    Bedingung Zucker muss so ersetzt sein, dass die Lebensmittel den Zahnbelag-pH nicht unter 5,7 senken

  2. 02

    „Der Verzehr von Lebensmitteln, die anstelle von Zucker Süßungsmittel enthalten, führt zu einem geringeren Blutzuckeranstieg als der Verzehr zuckerhaltiger Lebensmittel“

    Bedingung Zucker muss in dem Lebensmittel durch Süßungsmittel ersetzt sein

Die Angaben gelten allen zugelassenen Süßungsmitteln gemeinsam. Für Acesulfam-K allein existiert keine gesonderte Aussage, und Werbung mit Gewichtsabnahme ist nicht gedeckt.

Grundlage: VO (EG) 1924/2006 · Unionsliste nach VO (EU) 432/2012 · Wie das Verfahren funktioniert

Der Süßstoff, der selten allein steht

Ein Blick auf die Zutatenliste einer Light-Limonade zeigt fast immer zwei Süßstoffe nebeneinander, meist Aspartam und Acesulfam-K.

Der Grund ist Geschmack. Süßstoffe haben eigene Profile: Acesulfam-K süßt schnell und kräftig, hinterlässt aber eine leicht bittere Note. Aspartam setzt langsamer ein und hält länger an. Gemischt ergänzen sie einander so, dass die Schwächen beider weniger auffallen — ein Effekt, der in Sensorikstudien gut beschrieben ist.

Hinzu kommt Rechnerisches: Beide haben eigene Höchstmengen. Wer die Süße auf zwei Stoffe verteilt, bleibt bei jedem unterhalb der Grenze.

Was der Körper damit macht

Nichts. Acesulfam-K wird aufgenommen, unverändert durch den Kreislauf getragen und über die Nieren ausgeschieden. Es gibt keinen Abbauweg, keine Stoffwechselprodukte und keine Anreicherung.

Genau das ist der Unterschied zu Aspartam, das in Phenylalanin, Asparaginsäure und Methanol zerlegt wird — und deshalb die Kennzeichnungspflicht für Menschen mit Phenylketonurie trägt.

Für sie ist Acesulfam-K eine Alternative ohne diese Einschränkung.

Warum er beim Backen bleibt

Acesulfam-K ist hitze- und säurestabil. Er übersteht Backtemperaturen, saure Getränke und lange Lagerung, ohne die Süße zu verlieren.

Aspartam zerfällt beim Backen, Sucralose sollte nach Rat des BfR nicht über hundertzwanzig Grad erhitzt werden. Damit bleibt Acesulfam-K neben den Zuckeralkoholen einer der wenigen Süßstoffe für die warme Küche.

Die offene Frage

Die EFSA bewertet derzeit alle Süßungsmittel neu — ein Programm, das über Jahre läuft und bei Aspartam bereits abgeschlossen ist. Für Acesulfam-K steht die Neubewertung noch aus.

Anlass sind unter anderem Tierversuche zur Darmflora und einzelne Arbeiten zum Stoffwechsel. Bis ein Ergebnis vorliegt, gilt der bestehende Tageshöchstwert.

Die Einordnung

Acesulfam-K ist unauffällig: kein Kaloriengehalt, kein Blutzuckereffekt, kein Abbau im Körper, kein Warnhinweis. Er hat keine eigene Geschichte und keine eigene Debatte — er ist der Mischungspartner.

Das ist zugleich der Grund, warum kaum jemand ihn kennt, obwohl fast jeder ihn regelmäßig zu sich nimmt.

Acesulfam-K — welche Form ist die beste?

Welche Form auf der Packung steht, entscheidet oft mehr über die Wirkung als die Zahl davor.

Form Aufnahme Anmerkung
Acesulfam-K (E 950) hoch Rund 200-mal süßer als Zucker, hitze- und säurestabil. Damit auch zum Backen und für saure Getränke geeignet.
Aspartam-Acesulfam-Salz (E 962) hoch Eine feste Verbindung beider Stoffe. Praktisch für die Herstellung, weil sie das Mischungsverhältnis festlegt.
Mischungen mit Sucralose oder Steviolglycosiden hoch Der Regelfall in Getränken. Die Kombination glättet den Nachgeschmack aller Beteiligten.

Acesulfam-K Wechselwirkungen

Darmflora

hemmt

In Tierversuchen veränderte Acesulfam-K die Zusammensetzung der Darmbakterien. Ob das für den Menschen Bedeutung hat, ist offen.

Wer auf Acesulfam-K besonders achten sollte

  • Für Diabetiker geeignet
  • Für Menschen mit Phenylketonurie geeignet — im Gegensatz zu Aspartam
  • Kinder erreichen den ADI bei hohem Konsum gesüßter Getränke eher

Häufige Fragen zu Acesulfam-K

01Wann sollte man Acesulfam-K einnehmen?

Als Süßungsmittel nach Bedarf. Zu oder direkt nach einer Mahlzeit. Anders als Aspartam übersteht Acesulfam-K das Backen. Wer Süßstoff zum Kochen braucht, findet hier die stabilere Wahl.

02Wie viel Acesulfam-K am Tag?

In Nahrungsergänzungsmitteln üblich sind ADI 9 mg je Kilogramm Körpergewicht am Tag.

03Wie viel Acesulfam-K ist zu viel?

Die empfohlene Höchstmenge für Nahrungsergänzungsmittel liegt bei 9 mg je kg Körpergewicht und Tag (ADI). Bewertung des Wissenschaftlichen Lebensmittelausschusses, von der EFSA übernommen. Acesulfam-K wird nicht verstoffwechselt und unverändert über die Nieren ausgeschieden. Es liefert keine Kalorien und beeinflusst den Blutzucker nicht.

04Welche Wechselwirkungen hat Acesulfam-K?

Zu beachten sind Darmflora. Darmflora: In Tierversuchen veränderte Acesulfam-K die Zusammensetzung der Darmbakterien. Ob das für den Menschen Bedeutung hat, ist offen.

05Für wen ist Acesulfam-K nicht geeignet?

Besondere Vorsicht gilt für: Für Diabetiker geeignet; Für Menschen mit Phenylketonurie geeignet — im Gegensatz zu Aspartam; Kinder erreichen den ADI bei hohem Konsum gesüßter Getränke eher. Wer regelmäßig Medikamente nimmt, sollte die Einnahme ärztlich abklären.

06Welche Form von Acesulfam-K ist am besten?

Gut aufgenommen werden Acesulfam-K (E 950), Aspartam-Acesulfam-Salz (E 962) und Mischungen mit Sucralose oder Steviolglycosiden. Zu Acesulfam-K (E 950): Rund 200-mal süßer als Zucker, hitze- und säurestabil. Damit auch zum Backen und für saure Getränke geeignet.

07Womit darf für Acesulfam-K geworben werden?

Zugelassen sind nach der Unionsliste unter anderem: „Der Verzehr von Lebensmitteln, die anstelle von Zucker Süßungsmittel enthalten, trägt zur Erhaltung der Zahnmineralisierung bei“. Bedingung: Zucker muss so ersetzt sein, dass die Lebensmittel den Zahnbelag-pH nicht unter 5,7 senken. Insgesamt sind 2 Angaben zugelassen.

Belege

  1. 01 Opinion on acesulfame K · Wissenschaftlicher Lebensmittelausschuss der Europäischen Kommission
  2. 02 Verordnung (EU) Nr. 432/2012 — Unionsliste zulässiger Angaben · Europäische Kommission · 2012
  3. 03 Re-evaluation of sweeteners — laufendes Bewertungsprogramm · Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit

Siehe auch

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